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Baubericht Hotel

Inspiriert durch Instagram stelle ich auf dieser Seite den Bau der Hotelanlage in der Spurweite N detailliert vor. Eigentlich sollte es das Hauptmotiv eines eigenen Modules für meine Modellbahn werden. Aber das Modul habe ich bis dato nicht erstellt. Der Grundbausatz ist das Grand-Hotel von Vollmer. Wichtig ist, dass es der Bausatz ist und kein fertig gebautes Hotel. Das Grandhotel besteht im Prinzip aus drei Bausätzen des Hotels, die einfach zusammengesetzt werden. Das macht es einfach. Aber ich wollte das Hotel aufgeteilt und möbliert. Das macht es kompliziert.  Dann habe ich zuerst die Bauanleitung angeschaut und dann weggelegt. Ich habe meine eigene Reihenfolge. Dann habe ich einfach mal angefangen. Solch ein Projekt wird allerdings nie richtig fertig, es fällt einem immer wieder was Neues ein. Deshalb erfährt das Hotel immer wieder ein paar kleine Detailierungen, aber das macht es halt auch aus. Die Bauabschnitte überlappen sich teilweise, so dass bei manchen Beschreibungen die Fotos auch Baufortschritte von anderen Abschnitten zeigen. Viel Spaß und Inspiration.

Das Erdgeschoß

Zuerst habe ich die Außenwände des Erdgeschosses ohne die Fenster zusammengebaut. In die Türnischen kam je eine LED zur Beleuchtung, dann habe ich die Wände mit schwarzer Abtänfarbe zweimal gestrichen, um eine Lichtdichtigkeit zu erreichen. Erst dann habe ich die Wände weiß gestrichen. Mit normaler Pappe, auf die ich einen ausgedruckten Parkettboden geklebt habe, hab ich den Boden des EGs gebastelt. Das konnte man prima mit der Oberseite anzeichnen und ausschneiden. Als der Boden festgeklebt war, kamen erst die Fenster des EGs rein. Mit Pappe habe ich dann die Treppe gebastelt. In dem Raum unter der Treppe habe ich ein Pärchen beim Schnackseln im Büro dargestellt. Der restliche, einsehbare Raum wurde dann mit einer Bar, dem Foyer mit Rezeption und dem Speisesaal eingerichtet. Dazu habe ich diese Stühle und Tische auf N verkleinert, gedruckt und bemalt. Die Bar entstand aus gelasertem Kunststoff, das dauerte etwas, bis ich ein brauchbares Ergebnis erhielt. Dann hab ich alles eingebaut und dekoriert, denn später kommt man nicht mehr ran.

Erste Beleuchtung und Möbelherstellung

Danach habe ich die Decke des Erdgeschosses auf der Unterseite mit LEDs versehen. Dazu gibts im nächsten Stockwerk Details. Dann wurde die Decke eingebaut und die restliche Fassade aufgesetzt. Als Besonderheit mussten die Fenster teilweise schon eingebaut werden, weil die Teile über die gesamte Höhe gingen. Danach wurde die Innenseite wieder zweimal mit schwarzer Abtönfarbe gestrichen. Parallel dazu habe ich die weiter benötigten Möbel produziert. Für jedes Zimmer ein Bett, zwei Schränke und ein Fernseher. Und ein Bild für die Wand stammt von Kreativfeedesign. Für die größeren Zimmer noch Couch, Sessel und Tisch. Erstmals habe dafür einen Lasercutter eingesetzt, den K40. Die Möbel führten letztendlich zum Bausatz N1005 – Möbel.

Erster Stock

Den Boden habe ich dann blau gestrichen. Mit Streifen aus Pappe wurden die Wände angedeutet, mit ausgedruckter Tapete beklebt und dann auf den Boden geklebt. Die Wände konnten schwarz bleiben, weil sie nicht eingesehen werden können. Die Seiten zu den beiden Mauern wurden ebenfalls mit Pappe verschlossen. Das mittlere Fenster habe ich zur Türe umgearbeitet, lso einfach bis zum Boden weggeschnitten. Dann wurden die fehlenden Fenster im Ersten Stock eingebaut und die Zimmer ausgestattet. Ein Stück der ausgedruckten Tapete verschließt den Spalt zwischen den Giebelmauern. Mit den vorbereiteten Möbeln konnten recht fix die Zimmer dekoriert werden. Ein paar Bilder an die Wände und die Türen ausgedruckt und aufgeklebt und schon war die Etage fertig. Ach ja, die Treppe in den zweiten Stock musste noch aus Pappe hergestellt und installiert werden. Die Beleuchtung kommt erst im nächsten Schritt…

Beleuchtung, zweiter und dritter Stock

Für die folgenden Etagen war der Innenausbau noch einfacher. Ich habe mir die Böden ausgelasert und auf der Unterseite erst einmal die Position der LEDs festgelegt, diese dann dort mit Sekundenkleber angeklebt und dann mit Kupferlackdraht verdrahtet. Damit die Polarität feststellbar ist, habe ich die Symbole aufgezeichnet und alle LEDs in gleicher Richtung aufgebracht, auch wenn das Verdrahten anders einfacher gewesen wäre. Auf der Oberseite habe ich wieder die Wände aufgeklebt, die Zimmer eingerichtet und dann alle fertigen Module eingebaur, wobei ich die Drähte, immerhin drei pro Modul zwischen den inneren Giebelmauern nach unten geführt habe und auch gleich die Widerstände an die Drähte gelötet habe. Es wäre übel, wenn bei einem Test die LEDs durchbrennen würden, denn so einfach kommt man nicht mehr ran. Die Module für den zweiten und dritten Stock wurden auf jeweils gleiche Weise gefertigt, Unterschiede ergaben sich durch die Fensteranordnung.

Säulenfassade

Ich hatte mir eingebildet, die Fassade mit den Säulen muss auch beleuchtet werden. Man sollte sich vor seinen Wünschen hüten, sie könnten in Erfüllung gehen. Angedacht habe ich gelb-lila Beleuchtung, wegen der Komplementärfarben. Das war eine ziemliche Fieselei. In jedem Säulenfeld sind neun gelbe LEDs und vier lilane. Die Gelben habe ich erst gelötet, dann verklebt. Reihenschaltung, immer drei Stück. Das war sehr unbefriedigend, weil die Drähte immer etwas länger waren, wegen der Reserve. Es dauerte, bis die gelben LEDs saßen. Für die Lila LEDs wurde erst der Draht verlegt, dann eine LED gelötet, der Draht zur zweiten LED geführt und dort verlötet. Dann die Rückleitung. Es stellte sich heraus, dass die LEDs blendeten, also habe ich für alle LEDs noch kleine Blendschirmchen aus Spiegelfolie gebastelt und angebracht. Ach ja, habe ich erwähnt, dass die Fassade drei solche Säulenfelder hat? Eine Mordsarbeit, aber das Ergebnis spricht für sich.

Dachgeschoss

Dann war das Dachgeschoss dran. Auch hier kam erst der Boden mit den LEDs für das darunterliegende Stockwerk dran, nach dem gleichen Muster, wie bisher. Dann wurde wieder der Boden als Teppichersatz blau gestrichen, und die Wände aufgebaut. Die bediden Zimmer an den Aussenseiten sollten große Zimmer werden und wurden sogar mit einer großen Wanne ausgestattet. In dem rechten Zimmer badet gerade ein Pärchen im Wasser aus transluzentem, grünen UV-Harz – Fichtennadelschaumbad. Diese Räume haben besonders große Fenster in den Gauben und erlauben prima Einblicke, auch wenn sich das nicht so gut fotografieren lässt. Die LEDs der Dachzimmer wurden an extra Pappstreifen oder an Holzspatel befestigt. Zur Lichtabdichtung habe ich Pappstreifen an die Giebel geklebt. Hier liegen später die Dachteile auf und die Streifen verhindern Licht durch den Spalt.

Endmontage

Die Beleuchtung des Schriftzuges war nochmal eine Herausforderung. Wie krieg ich das hin? Dann fiel mir eine einfache Lösung ein. Der Schriftzug Grand Hotel wurde angemalt und dann mit UV-Leuchtfarbe bestrichen. Zwei UV-LEDs strahlen den Schriftzug an und er leuchtet schön.

Zuletzt habe ich dann alle Teile zusammengebaut und auf ein Sperrholzbrettchen geklebt. Darunter habe ich dann alle Drähte auf Lüsterklemmen geführt und verklemmt. Mit einer Batterie konnte alles nochmal geprüft werden. Ich finde, es sieht prima aus. Noch etwas Detailierung, wie die Katze auf dem Giebel und fertig.

Einbau in die Landschaft

Ich wollte das Hotel selbst majestätisch etwas erhöht haben, darunter noch ein Hallenbad und eine große Bade- und Erholungslandschaft. Mit Steinen aus der Form von Menta-Modellbau habe ich dann eine Stützmauer und das Hallenbad gebaut. Das Ganze auf Türmchen, in die ich Muffen geklebt habe, gesetzt und klassisch mit Styrodur und Pappmache verkleidet. Ums Hotel kam ein Pflaster aus gelaserter Graupappe und in die Lanschaft habe ich schon die Schwimm- und Badebecken gesetzt. Dafür musste die Platte etwas angehoben werden, also Klötzchen drunter. Und ein Platz für die Minigolfanlage musste auf jeden Fall festgelegt werden. Vielleicht noch ein Tennisplatz? Und ein Park?

Direktes Umfeld

Direkt rechts neben dem Hotel sollte das Cafe sein, denn auf der anderen Seite ist ja das Hallenbad. Dazu musste ich erst eine Umzäunung entwickeln und mit dem Laser herstellen. Das sah schon mal gut aus. Ich hatte noch reichlich von den Tischen und Stühlen und ein paar iguren. Die meisten Gäste sind eh am Pool. Dann fehlte noch ein Spielplatz. Ein Hotel braucht unbedingt einen Spielplatz. Ein paar Spielgeräte und schon sind die Kinder beschäftigt. Etwas später wurde dann noch ein Tor zum neugeschaffenen Abenteuerspielplatz erstellt und eingebaut. Der wurde auch immer wieder angepasst, bis er meinen Vorstellungen entsprach. Gerade die Seilbrücke war eine Herausforderung: Erst habe ich mit Verbandsmull, dann mit Faden die Handlaufseile gebaut. Und eine Rutsche und eine Seilbahn.

Hallenbad

Ich wollte ein Hallenbad unter dem Hotel haben, aber es sollte auch einsehbar sein. Also habe ich mit den Steinen aus der Gießform von Menta Modellbau den Keller gebaut, ein Becken eingebaut und ein Tonnendach aus Sperrholz gebaut. Zusammen mit der Ausschmückung ergibt sich ein schönes Hallenbad im Keller. Man möchte direkt dort baden…

Badebereich

Der Badebereich ist recht weitläufig und es sind mehrere Badebecken vorhanden. Wie diese gebaut wurden, ist hier beschrieben. Die Rutsche ist ein Ausdruck von Thingiverse und der Sprungturm ist ein alter Filzstift mit ein paar Zurüstteilen. Der Kiosk ist die Grundlage für die Sauna klein. Die Palmen sind  gekauft und mit Farbe etwas gesupert.  Auch hier sind die Details für den Gesamteindruck verantwortlich.

Saunabereich

Der Saunabereich besteht im wesentlichen aus ein paar Becken und drei Saunen. Diese wiederum sind Prototypen der Sauna groß. Die Dusche ist im wesentlichen mit Holzleistchen gebaut. Das Wasser wird durch beleuchtete Lichtleitfasern dargestellt. Die kupfernen Rohre oben sind eigenlich die LEDs und Widerstände für die Beleuchtung. Ein Brunnen und reichlich Figuren beleben die Szene. Das Leuchtobjekt hat mir einfach nur gefallen. Es stammt ebenfalls von Kreativfeedesign.

Park

Ich wollte einen Park. Mit einer Bühne und einer Tribüne. Und einem Laubengang. Und so musste wieder der Laser ran und hat mir die Holz- und Pappteile hergestellt. Der Laubengang wäre bei ausreichender Kleinheit auch echt begehbar. Ein paar Bänke laden zum ausruhen ein. Es ist reichlich Lavendel gepflanzt, die Lieblingspflanze meiner Frau. Die Bäume werden von unten angeleuchtet und eine Band spielt auf der Bühne. Aber es ist nur eine Probe für die eigentliche Aufführung am Abend, weil ja die meisten Gäste am Pool liegen.

Minigolfplatz

Von meiner lieben Frau habe ich die Minigolfbahnen geschenkt bekommen. Die waren für die Platte natürlich das Muss. In der Ecke fand der Minigolfplatz dann seine endgültige Verortung. Man kann von zwei Seiten hineinsehen. Ein paar Hecken drumherum und innen, der Weg und etwas Gras, das war eine der einfacheren Baustellen. Als dann alles fertig war, inklusive der Beleuchtung, kamen noch einige Bäume dazu, denn dann kann man im Schatten spielen…

Tennisplatz

Ich spiele selbst kein Tennis, der einzige Grund, warum der Tennisplatz da ist, ist die Tatsache, dass ich einige Figuren aus einer Packung unbemalter Preiserlein hatte, die entsprechende Posen darstellten. Die Maße sind deutlich kleiner, als ein richtiger Platz hätte, aber das reicht hier auch aus.

Sonstiges

Mittelfristig werden hier immer wieder neue Bilder gezeigt, die Verbesserungen oder Änderungen zeigen. Zuletzt wurde für die Ausstellung „Krokodil trifft Krokodil“ im November 2022 in Fulda ein Kasten angebaut, damit eine behelfsmässige Stromversorgung eingebaut werden konnte und die Unterseite etwas geschützt ist. Die Abstandklötzchen waren nicht mehr ausreichend.

Statistik

LEDs : 230 Stück         LED-Typen: 1,9mm, 3mm, 0603,0804 und 1206         Figuren: etwa 250 Stück

Arbeitszeit: Nicht erfasst