Diorama Hindernisbahn Konstanzbahn in der Baugröße N (1:160)
Dies ist ein Baubericht über ein Diorama in der Baugröße N, das ich gebaut habe. Es zeigt in der Mitte eine militärische Hindernisbahn, wie sie auf einem Truppenünungsplatz zu finden sein könnte. Eine Einheit trainiert dort gerade. Um die Hindernisbahn führt eine Konstanzbahn, auch „Hindernisbahn mit besonderen Anforderungen“ (HiBambA im AküFiBw) genannt. Hier beschreibe ich den Bau des Dioramas und einige Szenen. Sie mögen als Tip für die Gestaltung Ihrer Hindernisbahn auf Ihrer Modelleisenbahn dienen, oder einfach der Unterhaltung. Der Bau der einzelnen Hindernisse wird in der Bauanleitung beschrieben. Mit vielen kleinen Szenen erinnere ich mich an meine eigene Dienstzeit bei der Bundeswehr, immerhin fast 36 Jahre.
Das grobe Konzept
Das Diorama sollte alle bei N-Kram-BR verfügbaren Hindernisse der Hindernisbahn oder der Konstanzbahn zeigen. Natürlich bedarf es auch der Dekoration mit weiteren militärischen Elementen und einiger Szenen. Bis auf das Grünzeug durfte außerdem kein Material verwendet werden, welches nicht bei N-Kram-BR erhältlich ist.
Problematisch ist die Tatsache, dass die originale Konstanzbahn ein Länge von 2,3km hat. Das bedeutet in der Baugröße N eine Länge von 14,37m. Da kann man nur schrumpfen und Verdichten, denn der hier verfügbare Platz ist eine Fläche von 60 x 40 cm, schließlich soll das Diorama ja auf Ausstellungen gezeigt werden. Also fiel erstmal die Strecke zwischen den Hindernissen weg und Diese wurden neu angeordnet.
Die zentrale Hindernisbahn
Es war eine Herausforderung, alle verfügbaren Hindernisse Platz finden zu lassen. Die Lösung war, die Hindernisbahn gefaltet darzustellen. Damit eine Struktur entsteht, habe ich mit dem Geländer die Lauflinien separiert. So entsatnd eine beträchtliche Strecke, in der ich die Hindernisse einbauen konnte. Die Laufstrecke zwischen den Hindernissen indes konnte nur angedeutet werden. Nicht alle Hindernisse sind auch auf einer Hindernisbahn der Bundeswehr zu finden. Ich hab sie dennoch gebaut, einfach weil sie cool aussehen. Speziell sind das die Hindernisse des Set 1597, deren Vorbildfotos ich bei der Internetrecherche gefunden habe.
Die einrahmende Konstanzbahn
Um die Hindernisbahn führt eine Andeutung der Konstanzbahn. Die Hindernisse wurden neu sortiert, es sind ohnehin (noch) nicht alle Hindernisse verfügbar. Die wichtigsten sind der Doppelturm und der Seilsteg. Zwischen denen fanden dann die anderen verfügbaren Hindernisse Platz. Auch hier musste ich die Laufstrecke zwischen den Hürden wegfallen lassen. Vorbildgerecht hätte ich über 14m gebraucht, das wäre mehr als eine eigene Anlage, aber vielleicht eine coole Anregung. Jedenfalls sind die Hindernisse aufgebaut und auch teilweise in der Nutzung, oder wenigstens in der Überprüfung.
Die wichtigste Szene
Auf jeden Fall musste eine Szene auf dem Diorama dargestellt werden, meine Beförderung zum Oberstabsfeldwebel. Bei den Vorbildfotos finden Sie Details dazu. Ich kann kein Diorama einer Konstanzbahn bauen und dann darauf verzichten, des geht net. Dazu war das ein viel zu herausragendes Ereignis in meiner aktiven Dienstzeit. Also wurde das an einer exponierten Stelle drapiert. Das bedeutete eine komplette Umplanung der Positionen der Hindernisse. Gut, da wurde eh noch hin und her geschoben, Also Hindernis 8 wird Hindernis 1. Die Kameraden sind angetreten, Chef und Kommandeur stehen seitlich. Die beiden Sicherer brauchen nicht stillzustehen.
Weitere Szenen
Natürlich sind jede Menge Soldaten am Üben. Diese bewältigen die Hindernisse. Am Ziel wartet der Spieß mit einem Getränk für die Finisher und der Chef auch. Diese stehen stellvertretend für die Spieße und Chefs, die mir in meiner aktiven Dienstzeit geholfen haben. Selbstverständlich darf ein Leitender auch nicht fehlen und ein paar Soldaten sind auch schon durch, mit der Hindernisbahn.
Am Eingang zur Hindernisbahn steht ein TPz mit zwei Sanitätern. Diese stehen für die Sanis, mit denen ich in der aktiven Zeit immer gut zusammengearbeitet habe und die mich auch entsprechend betreut oder abgesichert haben.
Der Bereich der Zelbaugruppe
Jede Anlage auf einem Truppenübungsplatz braucht Betreuung und Instandsetzung. Zusatändig dafür ist die Zielbaugruppe. Diese haben ein oder mehrere Gebäude auf den Einrichtungen und geben dort Material aus, treffen Absprachen oder führen bein Nichtnutzung der Anlage Reparaturen aus. Auf diesem Diorama verfügen die Leute über eine Leichtbauhalle und ein halbes Feldhaus. Die andere Hälfte ist für die Truppe vorgesehen. Die Hälfte der Zielbaugruppe beinhaltet ein Büro und einen Pausenraum. In der Halle wird Material aufbewahrt. Der Zielbau ist mit orangenen Fahrzeugen mobil. Gerade in der Außendienstzeit hatte ich viel mit dem Zielbau zu tun und auch sehr viele schöne Erinnerungen daran. Die Rangecontrol ist hier nicht vor Ort, die ist ja bei der Beförderung.
Die Wegeführung und die Kolonne
Die Hindernisbahn ist mit auf beiden Seiten mit einer geschotterten Straße eingerahmt. Zur Hindernisbahn ist die Straße mit Prellsteinen abgesichert, auf der anderen Seite zur Konstanzbahn mit durchbohrten Leitsteinen, durch die mit Draht eine Abgrenzung und ein Schutz der Anlagen dahinter realisiert wurde.
Eine Kolonne aus drei TPz, zwei davon bewaffnet, und einem VW-Bus blockiert in Ermangelung von Parkplätzen die eine Straße. ie ist auch abgesichert. Weil die TPz bewaffnet sin, werden sie auch selbstverständlich auch noch bewacht.Die Wache muss dann abgeläst werden, sie soll ja auch über die Hindernisbahn rennen.
An der Kreuzung wo sich die beiden Wege treffen, sind Wegweiser aufgestellt, damit auch alle ihren richtigen Weg finden. Ab der Kreuzung wurden auch moderne Leitpfosten verwendet.
Der Biwakplatz
Natürlich gehört zu einem Truppenübungsplatz auch ein Biwakplatz. Hier habe ich in einer Ecke noch Platz dafür gefunden. Es sind zwei Einheitszelte vorhanden, beide sogar beleuchtet und mit Feldbetten eingerichtet. Der Sanitärbereich ist in einem Container untergebracht. Der steht vorbildgerecht auf einem Unterbau, der Tanks für Frisch- und Abwasser enthält. Eine Treppe gleicht den Höhenunterschied aus.
Der Acrylglaskasten
Es steckt unglaublich viel Arbeit in dem Diorama. Damit dieses nicht verstaubt und auch auf Ausstellungen vor neugierigen Fingertapsern geschützt ist, habe ich einen Kasten aus Acrylglas drumrum gebaut. Das hat sich bei anderen Dioramen durchaus schon bewährt. Durchbrüche für die Schrauben, Anschlüsse und dem Schalter wurden mit dem Laser eingebrannt.






























































